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Panoramaansicht des Schlosses vom Philosophenweg aus

Das Heidelberger Schloss ist das Residenzschloss der Pfalzgrafen und Kurfürsten bei Rhein vom 14. Jahrhundert bis 1689 (von Norden gesehen). Die meisten Gebäude im Schlosshof wurden im 16. Jahrhundert neu oder grundlegend umgebaut. Der "Englische Bau" (rechts neben dem gesprengten "Dicken Turm") ist 1612-14 erbaut und das jüngste der Wohngebäude im Schloss.

Das Schloss auf der Terrasse über der Stadt wurde vermutlich um 1225 im Zug der Gründung der Heidelberger Stadtanlage gegründet. Vorgängerbau war das alte Schloss auf der Molkenkur, eine Spornburg des 11. oder frühen 12. Jahrhunderts im Besitz vermutlich von Ministerialen des Bischofs von Worms.

Schloss und Stadt spielten in der Geschichte der Pfalzgrafen erst im Lauf des 14. Jahrhunderts eine wesentliche Rolle. Ältester erhaltener Bau ist der Ruprechtsbau (um 1420), doch finden sich auch Spuren älterer Bauten .

Nachdem in der zweiten Hälfte des 15. und der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts das Untere Schloss zur modernen Festung ausgebaut worden war, beginnt mit Kurfürst Friedrich II. (1544-1556) die Ausgestaltung zur repräsentativen Residenz. Es folgen nach 1556 der Ottheinrichsbau als erster Palastbau der Renaissance auf deutschem Boden, 1602 der Friedrichsbau und 1614 der Englische Bau als letzter großer Wohnbau auf dem Schloss.

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-1697) wird das Schloss 1689 und 1693 zweimal zerstört. Nach Wiederherstellungsmaßnahmen unter den Kurfürsten Johann Wilhelm, Karl Philipp (der 1718-1720 hier residiert) und Karl Theodor legen 1764 ein Blitzschlag und ein nachfolgendes Großfeuer das Schloss in Schutt und Asche. Es bleibt Ruine und verfällt, bis am Beginn des 19. Jahrhunderts der französische Zeichner Charles de Graimberg das Schloss als romantische Ruine erkennt und schützt.

Wiederaufbaupläne des späten 19. Jahrhunderts kommen nicht über die Rekontruktion des Friedrichsbaus hinaus.

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