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Deckenfresko mit der Darstellung des heiligen BenediktKloster Wiblingen - Jahrestage

23. April ‒ UNESCO-Welttag des Buches: Kloster Wiblingen war ein Ort der Bücher

Am 23. April ist der UNESCO-Welttag des Buches – ein guter Anlass, um einen Blick auf die großen Buch-Traditionen im Land zu werfen: etwa in Kloster Wiblingen vor den Toren von Ulm. Berühmt und viel besucht ist der Bibliothekssaal aus dem 18. Jahrhundert. Der grandiose Raum feiert eine Tradition, von der nicht viele wissen: Im Mittelalter war Kloster Wiblingen ein bedeutender Ort für die Buchproduktion.

4. Juni 1126: Todestag Werners von Ellerbach, des ersten Abts des Klosters

Am 4. Juni 1126 verstarb Werner von Ellerbach in Wiblingen.  Er war der erste Abt des neugegründeten Klosters Wiblingen. 1093 hatte Abt Otto von Blasien ihn mit einer Gruppe von Mönchen entsandt, um die Gründung einer neuen Filiation, einer Klostergründung, von St.Blasien ausgehend, vorzunehmen. Wie und wo die Mönche ihre ersten Jahre in Wiblingen verbrachten, ist unbekannt. Der 4. Juni ist der Gedenktag des Seligen Werner von Ellerbach. Eine alte Tradition waren die Wiblinger Wernerbrote, die immer am 4. Juni an die Armen verteilt wurden.

4. Juli 1472: Beisetzung des Grafen Eberhard V. von Kirchberg

Am 4. Juli 1472 wurde Graf Eberhard V. von Kirchberg bestattet. In der Klosterkirche St. Martin in Wiblingen (Ulm) erinnert ein Sandsteinepitaph an den frommen Adligen und seine Frau Kunigunde von Wertheim. Das Kloster Wiblingen war bis 1507 das Stammkloster und die Begräbnisstätte der schwäbischen Adelsfamilie: Die Brüder Hartmann und Otto von Kirchberg gründeten das Kloster im Jahr 1093 für ihr eigenes Seelenheil und das ihrer Nachkommen. Beim Neubau des Klosters im 18. Jahrhundert wurde das mittelalterliche Grabmal des Grafenpaares in den frühklassizistischen Innenraum der Klosterkirche St. Martin übernommen – und zeugt heute von der lange zurückreichenden Tradition des Klosters

Der 11. Juli ist der Tag des Heiligen Benedikt, des Vaters der Klöster

Der Heilige Benedikt von Nursia ist der Vater aller abendländischen Klöster. Der 11. Juli ist sein Gedenktag. Der Orden, den er im 6. Jahrhundert ins Leben rief, besteht heute noch: die Benediktiner. Auf ihn geht das berühmte „Ora et labora“, „Bete und arbeite“ zurück, die Grundregel, die für fast alle klösterlichen Gemeinschaften gilt. In Südwestdeutschland zeugen heute noch eindrucksvolle Klöster vom Wirken des Ordens, den er gegründet hat: die weitläufigen Ruinen von Kloster Hirsau, das monumentale Kloster Alpirsbach im Schwarzwald und ebenso die großen barocken Klöster von Wiblingen oder Ochsenhausen in Oberschwaben.

14. September ist der Tag der Kreuzerhöhung

Am 14. September wird in der katholischen Kirche das Fest der Erhöhung des heiligen Kreuzes gefeiert. Der Tag hat seinen Ursprung in der Auffindung des Kreuzes Christi durch die heilige Helena, die Mutter von Kaiser Konstantin dem Großen, in Jerusalem. Konstantin ließ an dieser Stelle die Grabeskirche erbauen, die am 13. September 335 geweiht wurde. Ein Tag nach der Weihe, am 14. September, soll den Gläubigen das Kreuz erstmals hocherhoben gezeigt worden sein. Auch im Kloster Wiblingen wird noch heute eine Heilig-Kreuz-Reliquie bewahrt. Ihre Geschichte lässt sich in den Deckengemälden der Klosterkirche und des Kapitelsaals entdecken.

Martinstag am 11.11.: St. Martin, Patron der Wiblinger Klosterkirche

Kirchen auf der ganzen Welt tragen seinen Namen: Der heilige Martin ist bis heute berühmt für seine bildstarke Geschichte. Er ist der Heilige, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte. Am 11. November wird an den Heiligen erinnert – diesmal wegen der aktuellen Corona-Situation ohne Laternenumzug. Die große Klosterkirche von Wiblingen vor den Toren von Ulm ist dem heiligen Martin geweiht – und das ist ein Hinweis auf ihr hohes Alter.

 

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