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Porzellankabinettg in Schloss RastattSchlösser Rastatt und Favorite - Jahrestage

27. März 1690: Sibylla Augusta und der Türkenlouis heiraten

Ein Termin von weitreichender Bedeutung: Am 27. März 1690 heiratete Sibylla Augusta den „Türkenlouis“ auf Schloss Raudnitz in Böhmen. Der Markgraf von Baden-Baden gewann damit eine vermögende junge Frau. Und das in mehreren Kriegen weitgehend zerstörte Land erhielt eine Landesherrin von ganz herausragenden Fähigkeiten.

8. April 1655: Geburtstag Ludwig Wilhelms von Baden-Baden

Am 8. April 1655 wurde Ludwig Wilhelm von Baden-Baden in Paris geboren. Sein Leben lang wird er eine schwierige Beziehung zu Frankreich haben. Als erfolgreicher Feldherr in mehreren Kriegen erhielt er den Beinamen „Türkenlouis“. Seine ehrgeiziger Bau des barocken Residenzschlosses prägt Rastatt bis heute.

13. April 1945: 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs im Residenzschloss

Am 13. April 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Rastatt – knapp einen Monat vor dem offiziellen Kriegsende in Europa. Das Residenzschloss und die Stadt hatten den Krieg ohne größere Schäden überstanden. Trotz Bombardierung und Kämpfen war die Stadt glimpflich davongekommen – ganz im Gegensatz zu vielen umliegenden Städten. Zeitgenössische Fotografien zeigen, wie das französische Militär das Residenzschloss nutzte: als eindrucksvolle Kulisse für die Inszenierung als Sieger.

18. April 1945: Diebstahl am Kriegsende in Schloss Favorite

Rastatt mit seinen Schlössern blieb im Zweiten Weltkrieg zwar weitgehend unzerstört – aber dennoch musste Schloss Favorite Verluste hinnehmen. Von den rund 70 einzigartigen Kostümbildern, die die markgräfliche Familie in unterschiedlichen Maskeraden zeigten, fehlten am Ende viele. Ein Diebstahl fand wohl bereits am 18. April statt – wenige Tage, nachdem Rastatt kampflos von französischen Truppen eingenommen worden war.

24. April 1739: Todestag Karl-Franz Hannongs, des Gründers einer Fayence-Manufaktur

Am 24. April 1739 starb Karl-Franz Hannong im Alter von 70 Jahren. Der niederländisch-französische Keramiker und Unternehmer gründete in Straßburg eine Fayence-Manufaktur, die großen Erfolg haben sollte. Einige der Glanzstücke der markgräflichen Sammlungen in Schloss Favorite stammen aus der Produktion der Familie Hannongs: die berühmten „Schaugerichte“, Gefäße in Form von Tieren, Früchten und Gemüsen.

29. April 1799: Der Rastatter Gesandtenmord, bis heute ungeklärt

In der Nacht des 29. April 1799 geschahen nahe Rastatt zwei Morde, die noch lange Anlass zu Spekulationen und Gerüchten gaben – bis heute sind sie nicht aufgeklärt. Zuvor war das Rastatter Residenzschloss für zwei Jahre der Verhandlungsort preußischer, österreichischer und französischer Diplomaten.

23. Mai 1707: Marschall Villars und seine Truppen nehmen Rastatt ein

Am 23. Mai 1707 marschierten die französischen Truppen unter dem Befehl von Marshall Villars in Rastatt ein und besetzten die Stadt. Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden, die nach dem Tod ihres Mannes die Markgrafenschaft regierte, musste fliehen. Erst nach dem Rastatter Frieden 1714 konnte sie wieder in ihre Residenzstadt zurückkehren.

7. Juni 1702: Geburtstag des Markgrafen Ludwig Georg von Baden-Baden

Am 7. Juni 1702 wurde Ludwig Georg von Baden-Baden in Ettlingen geboren. Als sein Vater, der „Türkenloius“ verstarb, war er gerade einmal fünf Jahre alt. Er war Erbprinz, Markgraf und vor allem ein passionierter Jäger. Zweimal war der Markgraf, bekannt als „Jägerlouis“, verheiratet, doch es gab keinen Thronfolger.

8. Juni 1752: Todestag des renommierten Stuckateurs Johannes Schütz

Am 8. Juni 1752 starb der Stuckateur Johannes Schütz im Alter von 47 Jahren – an den Folgen eines Sturzes vom Gerüst in der Stiftskirche Baden-Baden, wo er das Grabmal des Markgrafen Ludwig Wilhelm gestaltete. Schütz war Künstler der berühmten Wessobrunner Schule, die die süddeutsche Dekorationskunst prägte. Im Residenzschloss Rastatt hinterließen seine Mitarbeiter und er deutliche Spuren – sie schufen die Rokoko-Stuckaturen im Erdgeschoss und im Hauptgeschoss, die bis heute den Eindruck des Schlosses bestimmen.

18. Juni 1724: Augusta Maria Johanna von Baden-Baden heiratet Louis I. von Orléans

Am 18. Juni 1724 heiratete Augusta Maria Johanna von Baden-Baden Herzog Louis I. von Orléans in der Schlosskirche in Rastatt. Der Bräutigam war jedoch am Tag der Hochzeit gar nicht anwesend. Seine Rolle nahm ein Bruder Augusta Maria Johannas ein – es wurde eine „Stellvertreterhochzeit“. Die Ehe sollte die Markgrafschaft Baden-Baden und Frankreich stärker miteinander verbinden.

4. August 1703: Geburtstag Louis' I. von Orléans, des Schwiegersohns von Sibylla Augusta

Am 4. August 1703 wurde Louis I. von Orléans geboren. Das Leben des Herzogs ist eng mit Rastatt und der Markgrafschaft Baden-Baden verbunden. Markgräfin Sibylla Augusta schaffte es dank ihrer geschickten Heiratspolitik, ihre Tochter Augusta Maria Johanna mit dem Spross des französischen Königshauses zu verheiraten. Die Ehe der beiden dauerte nur kurz, da Augusta zwei Jahre nach der Hochzeit im Kindbett starb.

Der 14. September ist der Tag der Kreuzerhöhung

Am 14. September wird in der römisch-katholischen Kirche das Fest der Erhöhung des Heiligen Kreuzes gefeiert. In der Schlosskirche von Residenzschloss Rastatt ist dieses Ereignis ganz besonders präsent: Eine prächtige Deckenmalerei verewigt die Erzählung vom Heiligen Kreuz.

22. Oktober 1761: Todestag des Markgrafen Ludwig Georg von Baden-Baden

Am 22. Oktober 1761 starb Markgraf Ludwig Georg von Baden-Baden. Schloss Favorite Rastatt war sein persönlicher Rückzugsort. Der „Jägerlouis“ fand hier nicht nur ausreichend Wild, sondern auch den exotischen Zauber Asiens.

 8. Dezember 1818: Tod des Großherzogs Karl von Baden in Schloss Rastatt

Am 8. Dezember 1818 starb Großherzog Karl von Baden in Schloss Rastatt. Sein Tod bedeutete das Ende der auf Großherzog Karl Friedrich zurückgehenden Linie der badischen Fürsten, da beide Söhne seiner Frau, der Großherzogin Stéphanie, bei der Geburt gestorben waren.

9. Dezember 1946: Im Residenzschloss beginnt der Prozess gegen 50 NS-Täter

Der 9. Dezember 1946 war der erste Tag eines der größeren Prozesse im Ahnensaal des Rastatter Residenzschlosses. In dem Verfahren ging es um die Schuld von rund 50 Täter des NS-Regimes. Ihnen wurde zur Last gelegt, in mehreren Konzentrationslagern in Südwestdeutschland sowie dem Elsass Morde und andere schwere Verbrechen begangen zu haben. In Rastatt wurde das Thema in diesem Jahr wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit geholt – nicht zuletzt durch die spektakulären Filmaufnahmen in diesem Sommer am Originalschauplatz.

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