Projekt kulturer.be
16.1.26
Museumsdirektor Alexander Schubert während der Pressekonferenz zur Ausstellung "Fußballfieber. Derbys im Südwesten".
Bildnachweis: Historisches Museum der Pfalz. Foto: Hans-Georg Merkel
(hmp) Mit einem Vortrag über den bayerischen König Ludwig II. verabschiedete sich Museumsdirektor Alexander Schubert Ende Februar vom Historischen Museum der Pfalz und seinem Publikum. Seit 2014 leitete der promovierte Historiker das Haus, das zu den publikumsstärksten kulturgeschichtlichen Museen in Deutschland zählt. In dieser Zeit ist es ihm gelungen, mit außergewöhnlichen Sonderausstellungen wie beispielsweise „Detektive, Agenten und Spione“ (2015) neue Zielgruppen anzusprechen und Kinder sowie junge Erwachsene an das Museum heranzuführen. Zudem etablierte er in Zusammenarbeit mit den bekannten Kinderbuchautoren Paul Maar, Ingo Siegner und dem Zeichner Axel Scheffler eine neue Reihe, die Kinderbücher in begehbare Erlebniswelten verwandelt, dazu zählen die Ausstellungen „Das Sams und die Helden der Kinderbücher“ (2019), „Der Grüffelo. Die Ausstellung“ (2020) oder „Der kleine Drache Kokosnuss“ (2024). Auch die Gründung des Kinderbeirats 2025 sei ein weiterer Schritt, das Junge Museum zukunftsfähig zu machen. „Kinder, die in frühen Jahren positive Museumserfahrungen machen, erwerben eine Offenheit für Kultur, die ihnen im Erwachsenenalter zugutekommt. Und wer sich mit Kultur beschäftigt, ist in der Regel weniger anfällig für einfache Antworten und extreme Positionen“, so Museumsdirektor Alexander Schubert.
Als wahre Besuchermagnete erwiesen sich in den letzten Jahren die Landesausstellungen „Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“ (2017) und „Die Habsburger im Mittelalter. Aufstieg einer Dynastie“ (2021). Vom Museumspublikum und der Presse vielfach gelobt, schloss im Oktober 2025 die kulturhistorische Ausstellung „Caesar & Kleopatra“. Mit Ausstellungen wie „Weltbühne Speyer. Die Ära der großen Staatsbesuche“ (2016) oder „König Ludwig I. – Sehnsucht Pfalz“ (2023) entstand eine Reihe regionalgeschichtlicher Ausstellungen, die thematisch in einem europäischen Kontext standen. Viele prominente Gäste, darunter die bekannten TV-Moderatoren Frank Elstner und Eckart von Hirschhausen, der Schauspieler Mario Adorf oder aus dem Kreis des Hochadels Karl von Habsburg, wie auch Vertreter aus der Politik wie der ehemalige, inzwischen verstorbene Ministerpräsident Bernhard Vogel, konnte Alexander Schubert in seiner Zeit als Museumsdirektor im Museum begrüßen.
Auch 2025 zogen die Ausstellungen und Veranstaltungen wieder über 150.000 Besucherinnen und Besucher ins Museum. Der Jahresauftakt 2026 war ebenfalls sehr erfolgreich: In den ersten Wochen des neuen Jahres sahen bereits über 50.000 Menschen die Ausstellungen „Superheroes“, „Fußballfieber“ sowie die Familienausstellung „Der kleine Drache Kokosnuss“.
Zurzeit bereitet das Museum die nächste große kulturhistorische Ausstellung vor. Im Zentrum steht eine der widersprüchlichsten und vielgestaltigsten Frauenfiguren des 19. Jahrhunderts, Elisabeth, Kaiserin von Österreich, Königin von Ungarn. Die Ausstellung mit dem Titel „Sisi – unverstanden & unsterblich“ stellt erstmals die österreichische Kaiserin in das Zentrum einer umfassenden kulturhistorischen Präsentation. Eröffnet wird die Schau am 20. Dezember 2026.
Seit 1. März liegt die kommissarische Leitung des Historischen Museums der Pfalz bei Simone Heimann, der stellvertretenden Direktorin. Ihr zur Seite steht der geschäftsführende Verwaltungsdirektor Gerhard Bossert. . In den kommenden Wochen prüft eine Kommission aus Vertretern des Stiftungsvorstandes und des Stiftungsrates die eingereichten Bewerbungen für die Stelle des Direktors, der Direktorin.
Alles über das Museum unter
www.museum.speyer.de
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