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1.7.25

Erkenbert-Museum Frankenthal

Objekt des Monats Juli: Kolorierte Radierung mit Ansicht des Speyerer Tors von Rudi Müllers

Kolorierte Radierung des Speyrer Tors von der "Feldseite".(emf) Was hat eine Ansicht des Speyerer Tors aus der Mitte des 20. Jahrhunderts mit der Verzierung von Waffen im ausgehenden Mittelalter zu tun? Auf den ersten Blick vermutlich nicht besonders viel. Doch die für die Grafik, die im Juli als „Objekt des Monats“ in der Frankenthaler Stadtbücherei zu sehen ist, verwendete Drucktechnik hat ihre Ursprünge in den Werkstätten von Gold- und Waffenschmieden. Die Radierung, deren Name sich vom dem lateinischen Wort für „kratzen“ ableitet, entstand um 1500.

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Sie galt als einfache und besonders kostengünstige Reproduktionstechnik, die sich insbesondere durch die feine und präzise Linienführung sowie den an Handzeichnungen erinnernden Charakter auszeichnet und die Experimentierfreude vieler Kunstschaffender anregte. Dass die Radierung bis in die heutige Zeit beliebt ist, zeigt die Ansicht des Speyerer Tors von Rudi Müllers (1895-1972). Dieser griff auf die kostengünstige Reproduktionstechnik zurück, um unter anderem Stadtansichten in großer Auflage herzustellen und an Touristen zu verkaufen. Hierzu könnte auch die kolorierte Radierung des Speyerer Tors, einem der Wahrzeichen Frankenthals, zählen, die vermutlich in den 1950er oder 1960er Jahren entstand, nachdem das ehemalige Stadttor für den Autoverkehr gesperrt wurde.

Weitere Informationen zum Objekt und seiner Geschichte sind auf der Webseite des Erkenbert-Museums unter www.frankenthal.de/erkenbert-museum (Menüpunkt „Objekt des Monats“) zu finden.

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Icon oben   siehe auch: Objekt des Monats
Pexels, Ksenia Chernaya      

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