Projekt kulturer.be
9.10.26
(ssg) Die Entscheidung ist gefallen: Die Solar-Wegebahn im Schlossgarten Schwetzingen heißt künftig „Gartenschnecke“. Rund 700 Besucherinnen und Besucher beteiligten sich an der Namensabstimmung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Das Ergebnis fiel knapp aus: „Gartenschnecke“ setzte sich mit geringem Vorsprung gegen „Carli“ durch.

Schlossgarten Schwetzingen. Die Solarbahn "Gartenschnecke" auf der Terrasse hinter dem Schloss.
Fotos: kulturer.be
Rund 700 Gäste stimmen über den Namen ab
Seit Mitte April ist der Schlossgarten Schwetzingen um ein Angebot reicher: Bei regelmäßig stattfindenden geführten Fahrten können die Besucherinnen und Besucher die weitläufige Gartenanlage bequem mit der Solar-Wegebahn erkunden. Ein passender Name für das Gefährt fehlte bislang. Deshalb lud die Schlossverwaltung die Gäste zur Abstimmung ein. Von Montag, 24. August 2026, bis Sonntag, 13. September 2026, stand am Haupteingang ein Behälter bereit, in den verschiedenfarbige Pompons geworfen werden konnten. Jede Farbe war einem der drei Namensvorschläge zugeordnet: Weiß stand für „Carli“, Rot für „Schlossgartenexpress“ und Grün für „Gartenschnecke“. Rund 700 Gäste beteiligten sich. Besonders eng war das Rennen zwischen Grün und Weiß. Am Ende lag „Gartenschnecke“ knapp vor „Carli“ und ist damit der neue Name der Solar-Wegebahn. Seit der Einführung der Solarbahn gab es viel positive Resonanz, wie Sandra Moritz, Leiterin der Schlossverwaltung, hervorhebt: „Unsere Gäste sind begeistert von unserem Angebot. Auf entspannte Weise erleben sie die Anlage aus ganz neuer Perspektive“, erklärt Sandra Moritz. „Was uns bis jetzt noch fehlte, war ein passender Name für unser Gefährt.“ Mit dem Abschluss der Gästeabstimmung ist diese Frage nun beantwortet.
Mit der „Gartenschnecke“ durch 72 Hektar Gartenkunst
Auf insgesamt 72 Hektar gibt es im Schlossgarten Schwetzingen viel zu entdecken. Im Auftrag des Kurfürsten Carl Theodor von der Pfalz wurde die Gartenanlage immer weiter ausgebaut und unter anderem mit architektonischen Höhepunkten wie dem Apollotempel und der Gartenmoschee ausgestattet. Wer die Besonderheiten des Gartens bequem erkunden möchte, kann sich seit diesem Jahr mit der Solar-Wegebahn durch die weitläufige Anlage fahren lassen. Die Fahrten finden zu festen Zeiten statt. Eine integrierte Führung vermittelt dabei Wissenswertes zur Vielfalt und Entstehung des Gartens. Die rund 90-minütige Fahrt beginnt an der Schlossterrasse. Von dort führt die Strecke zum Arionbrunnen, zur Orangerie, zum Tempel der Botanik und zum Perspektiv sowie vorbei am Apollotempel, am Großen Weiher, am Merkurtempel, an der Gartenmoschee und an der Treillage Süd. Endpunkt ist wieder die Schlossterrasse. Unterwegs haben die Gäste immer wieder Gelegenheit, auszusteigen und einzelne Sehenswürdigkeiten genauer zu erkunden. Bis zu 26 Personen können an einer Tour teilnehmen. Ein eigenes Abteil ist für Personen mit Rollstuhl oder Rollator sowie für Familien mit Kinderwagen vorhanden. Wie die Bezeichnung Solar-Wegebahn bereits verrät, fährt das Fahrzeug dank der auf dem Dach installierten Paneele rein elektrisch. Mit der „Gartenschnecke“ lässt sich der Schlossgarten bequem erkunden.
„Baustelle Artenvielfalt“ bis 1. November entdecken
Auch eine Ausstellung im Schlossgarten nimmt die Folgen des Klimawandels in den Blick, die in der historischen Gartenanlage deutlich spürbar sind. Die Outdoor-Ausstellung „Klimawandel in historischen Gärten – Baustelle Artenvielfalt“ macht diese Veränderungen sichtbar. An 16 Stationen erfahren die Besucherinnen und Besucher, wie Biodiversität zur Klimaanpassung beitragen kann. Thematisiert werden unter anderem das Baumsterben, neue Pflanzkonzepte, invasive und heimische Arten sowie ein angepasstes Pflegemanagement. Die Schau und ihr Begleitprogramm können täglich bis Sonntag, 1. November 2026, erlebt werden.
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