Schloss Heidelberg - Jahrestage

5. Mai 1908: Todestag Carl Schäfers, des Architekten des erneuerten Friedrichsbaus

Carl Wilhelm Ernst Schäfer – gestorben am 5. Mai 1908 in Carlsfeld, Sachsen – war Architekt und Hochschullehrer. Im Auftrag des badischen Großherzogs Friedrich I. leitete er ab 1894 den Wiederaufbau des Friedrichsbaus. Seine weiteren Pläne zur Rekonstruktion für den Gläsernen Saal- und den Ottheinrichsbau des Heidelberger Schlosses wurden abgelehnt.

20. März: Friedrich Hölderlins Geburtstag

Friedrich Hölderlin: Sein 250. Geburtstag am 20. März 1770 war im verganenen Jahr Anlass, ihn zu feiern, doch sollte man seiner regelmäßig, auch außerhalb runder Geburtstage, gedenken. Heidelberg, die Stadt und vor allem das Schloss, der Sehnsuchtsort der Dichter, spielten in seinem Werk eine besondere Rolle. Im Jahr 1801 veröffentlichte er seine berühmte Ode „Heidelberg“. In zwei Strophen setzt der geniale Lyriker der „schicksalskundigen Burg“ ein Denkmal. Auf dem Philosophenweg erinnert ein Gedenkstein an das Gedicht. Der Blick aufs Schloss ist berühmt. Auch heute noch ist die Bekanntheit des Gedichtes mit seiner komplexen Sprache mehr als erstaunlich – weit über Heidelberg hinaus.

30. März 1945: „Die Dietrich“ und die US-Armee in Schloss Heidelberg

Am 30. März 1945 endete für die Heidelberger der Zweite Weltkrieg. Bis zur endgültigen Kapitulation der Nationalsozialisten im übrigen Deutschland dauerte es noch über einen Monat. Historische Fotos aus dem Frühling 1945 zeigen die amerikanischen Soldaten am berühmtesten Ort der Stadt, auf dem großen Altan des Schlosses. Zusammen mit der Army kam ein absoluter Weltstar nach Heidelberg: Marlene Dietrich, 1930 in die USA emigriert. Das Foto mit der weltberühmten Diva in amerikanischer Uniform auf dem Altan des Heidelberger Schlosses dokumentiert den historischen Moment – und ist geradezu ein Symbolbild für das Ende des Krieges.

23. April 1775: Geburtstag William Turners

William Turner, geboren am 23. April 1775, vor 245 Jahren, ist ganz sicher der berühmteste Landschaftsmaler Englands in der Epoche der Romantik. In seinen Bildern erreichte die romantische Heidelberg-Darstellung ihren Höhepunkt: Turner machte die Schlossruine zu einem zentralen Motiv seiner Werke. In fünf Gemälden und über 95 Skizzen setzte der geniale Maler dem Schloss und der Stadt ein bleibendes Denkmal. Eines seiner bekanntesten Gemälde, „Heidelberg Castle in the Olden Time“, entstand 1845, vor 175 Jahren, und zeigt die unzerstörte kurfürstliche Residenz in strahlendem Licht in ihrer Glanzzeit – mit dem Herrscherpaar Friedrich V. und Elisabeth Stuart.

27. Mai 1652: Geburtstag der berühmtesten Schlossbewohnerin – Pfalzgräfin Liselotte

Am 27. Mai 1652, vor 368 Jahren, wurde die wahrscheinlich berühmteste Bewohnerin des Heidelberger Schlosses geboren: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte, genannt Liselotte von der Pfalz. Die Tochter von Kurfürst Karl Ludwig heiratete im Alter von 19 Jahren den Bruder des Königs Ludwig XIV. und verbrachte den Rest ihres Lebens am französischen Hof. Legendär sind ihre zahlreichen Briefe, die viel über ihre Persönlichkeit, über die Zeit und über den höfischen Alltag erzählen. Ihre Heimat sollte sie nie wiedersehen: Sie starb am 8. Dezember 1722 in Saint-Cloud bei Paris – ohne je wieder in Heidelberg gewesen zu sein.
 

17. Juni 1613: Friedrichs V. und Elisabeths Triumphzug durch Heidelberg

Im Februar 1613 heiratete der pfälzische Kurfürst Friedrich V. – später bekannt als „Winterkönig“ – die englische Königstochter Elisabeth Stuart in London. Bei ihrer Rückkehr nach Heidelberg am 17. Juni 1613, vor genau 407 Jahren, empfing die Stadt das Paar mit einem rauschenden, mehrtägigen Fest. Die beiden lebten nur wenige glückliche Jahre im Heidelberger Schloss, das Friedrich für seine Frau ausbauen ließ. Neben dem Englischen Bau begann der Kurfürst auch, den legendären Hortus Palatinus anzulegen. Bereits sechs Jahre nach dem triumphalen Einzug verließ das Paar die Stadt: Friedrich zog nach Prag, um die böhmische Königskrone anzunehmen.

2. Juli 1478: Geburtstag Ludwigs V., Kurfürst und Bauherr

Am 2. Juli 1478, heute vor 542 Jahren, wurde Kurfürst Ludwig V. geboren: Er war es, der die Residenz zu einer mächtigen Anlage ausbaute. Im Schlossensemble trat er als prägender Bauherr in Erscheinung. Ohne die unter ihm errichteten Gebäude auf der östlichen Seite des Schlosshofes wäre ein Leben im Schloss Heidelberg undenkbar gewesen. Hinter den schmucklosen Mauern wurde gebacken, gekocht – und gewohnt. Zudem befanden sich hier wichtige Lagerräume: für Lebensmittel, aber auch für Munition.
 
 
 

12. September 1840: Bahnstrecke Heidelberg- Mannheim eröffnet

Am 12. September 1840, heute vor exakt 180 Jahren, wurde die Bahnstrecke Heidelberg – Mannheim eröffnet. Nach anfänglicher Zurückhaltung war sie ein voller Erfolg: Für die Fahrt zwischen den ehemaligen kurpfälzischen Residenzstädten benötigte der Reisende nun nicht mehr Stunden, sondern nur noch wenige Minuten. Die Anbindung an das Schienennetz beflügelte den Tourismus – und Schloss Heidelberg konnte zu der internationalen Attraktion werden, die es heute ist.

16. November 1889: Die Bauarbeiten an der unteren Bergbahn sind beendet

Am 16. November 1889, vor 131 Jahren, wurden nach nur einjähriger Bauzeit die Bauarbeiten an der unteren Bergbahn abgeschlossen. Das überaus erfolgreiche Großprojekt war anfangs heftig umstritten – der Schlossbauverein und die Heidelberger Studenten sorgten sich um die „Poesie des Schlosses“, die Kutscher der Stadt um eine verlorene Einnahmequelle. Im folgenden Frühjahr öffnete eine der ältesten Standseilbahnen Deutschlands als bequemer Zugang zur berühmten Touristenattraktion fürs Publikum: Binnen eines Jahres wurden 190.000 Fahrgäste vom Kornmarkt zum Schloss gebracht und weiter zur Molkenkur. Bis heute nutzen Hunderttausende Gäste jährlich die Bergbahn für ihren Schlossbesuch.
 

 

 

Schloss Heidelberg

Aktuelle Informationen über die Öffnung des Schlosses finden sie in unserer jeweils aktuellsten Nachricht aus Heidelberg. Der Schlossgarten ist frei zugänglich.

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